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Paracelsus-Zentrum Sonnenberg

Eine Initiative für die Anthroposophische Medizin

Eine zukunftsweisende Medizin sollte neben einer diagnostischen und therapeutischen Möglichkeit in der Lage sein, den Menschen in seiner Gesamtheit wahrzunehmen. Hierzu ist es unabdingbar, dass Begegnung zwischen Therapeut/Arzt und Patient stattfinden kann.

Der Mensch besteht nicht allein aus seinem Körper, sondern er hat auch ein Seelenleben und eine individuelle Persönlichkeit, die sich wechselseitig beeinflussen. Dies in Diagnostik und Therapie zu berücksichtigen, ist eine der Grundlagen der anthroposophisch erweiterten Medizin.

Seit den 80er/90er Jahren zeigen die Menschen in Mitteleuropa ein steigendes Interesse für die Komplementärmedizin und der Anthroposophischen Medizin. „70% der Menschen in Deutschland sind mit der Schulmedizin allein nicht mehr zufrieden“ ist das Ergebnis zweier Umfragen des Institutes für Demoskopie, Allensbach/Bodensee aus den Jahren 2002 und 2010 (1). Zwei Drittel der Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die am 17. Mai 2009 bei der Volksabstimmung ihre Stimme abgaben, stimmten für die Verankerung der Komplementärmedizin in die Schweizer Verfassung (2). In der Psychiatrie hat sich in den letzten Jahren weltweit der Begriff der „Recovery“ etabliert. Darunter wird nicht primär die Heilungsmöglichkeit des Patienten verstanden, sondern das Miteinbeziehen des Patienten mit seiner Biographie, um seinen therapeutischen Prozess optimal zu gestalten und der Patient durch Anerkennen seiner Krankheit diese am ehesten überwinden kann (3). Dieser therapeutische Ansatz wird in der Anthroposophischen Medizin seit ca 100 Jahren verfolgt und im ambulanten und stationären Bereich praktiziert.

Die Menschen suchen zunehmend eine individuelle, vertrauensvolle, therapeutische Begleitung, in der sie als körperlich-seelisch-geistiges Wesen berücksichtigt und wahrgenommen werden und weniger symptombezogen. In den 70er Jahren beschreibt Aaron Antonovsky die Salutogenese (Gesundheitsentstehung) als Gegenpol zum allseits herrschenden Krankheitsverständnis, der Pathogenese (4) und setzt damit einen Meilenstein im Sinne des oben Gesagten.

Das Paracelsus-Spital Richterswil stellt sich seit über 15 Jahren diesen Bedürfnissen. Dieses öffentliche und für alle Versicherten und Selbstzahler zugängliche Spital vereint in sich Schulmedizin und Anthroposophische Medizin nach neuesten Erkenntnissen und Methoden (www.paracelsus-spital.ch). Aus der ambulanten und stationären Tätigkeit im Spital und den damit verbundenen Erfahrungen haben wir erkannt, dass ein steigender Anteil der Patienten aus Zürich und der weiteren Umgebung stammen. So wurde die Idee geboren, das Angebot im Ballungsgebiet Zürich um ein ambulantes Zentrum zu erweitern: das Paracelsus-Zentrum Sonnenberg (www.paracelsus-spital.ch/sonnenberg).

Das Paracelsus-Zentrum Sonnenberg versteht sich als ein Ort der Begegnung, das für jeden Menschen, unabhängig seiner Krankenversicherung, zugänglich ist. Es möchte den Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen, die einen ganzheitlichen wie oben beschriebenen Ansatz suchen. Das Angebot sollte möglichst umfassend sein. Derzeit werden Allgemein Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Kinderheilkunde angeboten; weitere Bereiche werden nach Abschluss der Umbauarbeiten im Frühjahr/Sommer 2011 etabliert.

Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Therapien wie Kunsttherapie, Heileurythmie, Craniosakraltherapie, Traumatherapie wie auch die Vernetzung zwischen Schul- und Komplementärmedizin wird weiter ausgeweitet. Eine rege Öffentlichkeitsarbeit durch Kurse und Gesprächsabende (s. „das Mittwoch-Gespräch“) sollen einen wichtigen Beitrag leisten, die Menschen in ihren innersten Anliegen anzusprechen. Durch die Präsenz und ideale Vernetzung mit der Forschungsabteilung des Paracelsus-Spitals Richterswil ist es uns möglich, therapeutische Vorgehensweisen kritisch zu hinterfragen und diese auf Therapieerfolg und Wirtschaftlichkeit (kurz-, mittel- und langfristige Therapiekosten, Arbeitsausfall) zu überprüfen.

So möchten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Paracelsus-Zentrum Sonnenberg einen wertvollen Beitrag leisten, das medizinische und therapeutische Spektrum der Stadt Zürich um einen komplementärmedizinischen Ansatz zu erweitern.

Literatur:

1) Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung über die Nutzung von Naturheilmittel 2002 und 2010, Institut für Demoskopie, Allenbsach, Bodensee,
2) Volksabstimmung vom 17. Mai 2009, www.parlament.ch/wahlen-abstimmungen
3) Amering, M., Schmolke, M.: Hoffnung-Macht-Sinn: Recovery-Konzepte in der Psychiatrie, Forum Managed care 1/2006,
4) Antonovsky, Aaron: Salutogenese. Zur Entmystifizierung der Gesundheit, dgvt-Verlag, Tübingen, 1997

Dr.med. Michael J. Seefried
im Februar 2011
 



Paracelsus-Zentrum Sonnenberg Zürich

Frau Sandra Huber
Leitende med. Praxisassistentin MPA und Praxismanagerin
Sonnenbergstrasse 55
8032 Zürich
Tel. +41 44 253 70 20
Fax +41 44 253 70 21
info@paracelsus-zentrum.ch


 


Ärzteteam in eigener Praxis am Paracelsus-Zentrum Sonnenberg Zürich

Praxis
Dr. med. Michael J. Seefried

Facharzt für Allgemeinmedizin (D)
Facharzt FMH Kinder- und Jugendmedizin
Anthroposophische Medizin FMH

med. pract. Sidonie Jacobs-Gfeller
Fachärztin Innere Medizin (D)

Praxis Dr. med. Brigitte Bach-Meguid
Fachärztin FMH
Gynäkologie und Geburtshilfe

Praxis med. pract. Maud Guenat
Fachärztin Gynäkologie und Geburtshilfe

Praxis Dr. med. Ingrid Schweizer
Fachärztin FMH Chirurgie, spez. Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie

Praxis Dr. med. John D. Auracher
Facharzt FMH Chirurgie


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